48 Stunden in Portland

Children Playing in the Fountain at Jamison Square in the Pearl DistrictSpielende Kinder im Brunnen des Jamison Square im Pearl District.

Auf einem zweitägigen Stadtrundgang durch Portland entdecken Sie einen alternativen Büchertempel, heimische Kunst, friedliche Gärten, Bierspezialitäten und jede Menge leckeres Essen.

Unzählige Sehenswürdigkeiten und nur zwei Tage Zeit – das ist das Klagelied vieler Reisenden. Aber glücklicherweise findet man sich in Portland leicht zurecht und viele der Attraktionen sind günstig im Stadtzentrum gelegen. Nutzen Sie Ihre Zeit in “Stumptown” mit diesem 48-Stunden-Plan optimal.

TAG 1: ZU FUSS IM NORDWESTEN

Während dieses Abenteuers werden Sie jede Menge Kalorien verbrennen. Halten Sie sich daher bei Ihrem Frühstück im Bijou Cafe, einer Portlander Institution, die seit 35 Jahren Austernomletts und Tofugerichte serviert, nicht zurück. Von dort ist es nur ein Katzensprung zu dem drei Häuserblocks weiter gelegenen Portland Saturday Market (auch sonntags geöffnet). Künstler und Handwerker verkaufen dort heimische Handarbeit wie Schmuck, Töpferwaren und Kleidung. Wenn Sie Lust auf Shopping haben, schlendern Sie die West Burnside Street hoch zu Powell’s City of Books, die mit 3500 verschiedenen Bereichen die größte unabhängige Buchhandlung der Welt ist. Wenn Sie genug vom Einkaufen haben, können Sie stattdessen auch einen kleinen Umweg nach Old Town Chinatown nehmen, wo der Lan Su Chinese Garden, ein ummauerter, friedvoller Garten, der einen ganzen Straßenblock einnimmt, Zuflucht vor dem Lärm der Großstadt bietet.

Nachdem Sie die Blätter der Bäume im Garten bewundert bzw. durch die Bücher der City of Books geblättert haben, setzen Sie Ihre Stadterkundung mit dem Pearl District fort. Dieses Stadtquartier, das früher industriell geprägt war, ist heute Heimat von Boutiquen, Galerien, Restaurants und Cocktailbars. Machen Sie sich auf nach Norden, legen einen Stopp beim belebten Jamison Square ein und gehen weiter zur BridgePort Brewing Company, wo Sie zu Mittag essen, eine Brauereiführung machen oder nur ein Probiertablett bestellen können. Diese lokale Institution, gegründet in den frühen 80ern, ist eine der ältesten Mikrobrauereien von “Beervana”, wie Portland auch genannt wird.

Gehen Sie dann weiter nach Westen (entweder zu Fuß oder mit der Straßenbahn) nach Northwest Portland. Die Northwest 23rd Avenue, eine Allee mit einigen der schicksten Geschäfte und Lokale der Stadt, eignet sich perfekt für einen gemütlichen Bummel – geben Sie auf dem Weg aber ruhig der Versuchung der Happy-Hour- und Abendangebote nach. Zu den Geheimtipps in der Gegend gehören Olympic Provisions Northwest, wo superleckere Snacks wie frittierte Mandeln und marinierte Oliven serviert werden; Paley’s Place in der Northwest 21st Street, dessen Chefkoch sich mit seinen regionalen Spezialitäten einen Namen gemacht hat; und Bamboo Sushi, wo die umweltfreundlichsten japanischen Gerichte weit und breit zu haben sind.

Jetzt steht das Abendprogramm an. Von Northwest Portland erreichen Sie zu Fuß schnell den südlich gelegenen Providence Park, das Heimstadion des Fußballvereins Portland Timbers, oder den Crystal Ballroom im Osten, wo häufig Bands auftreten und Tanzpartys stattfinden. Wenn Sie sich verausgabt haben, bietet sich ein Kinofilm in den Living Room Theaters an. In diesem komfortablen Kino in der Nähe von Powell’s, das Kunstfilme, Blockbuster, Cocktails und Verköstigung bietet, dürfen Sie sogar die Füße hochlegen.

TAG 2: AUF IN DIE HÖHE

Beginnend Sie den Tag mit einem Spaziergang am Ufer entlang zu Veritable Quandary, einer Portlander Institution, die für die schöne Aussicht auf den Garten und sättigenden, frischen Gerichte nach Saison bekannt ist. Egal, was Sie bestellen (alles ist lecker) – trinken Sie einen Vodka Bloody Mary auf Rote-Beete-Basis dazu, da Sie ohnehin nicht Auto fahren werden. Wenn Sie Kinder dabeihaben (oder im Herzen Kind geblieben sind), können Sie die Hawthorne Bridge überqueren und weiter zum etwa 1,5 km entfernten OMSI (Museum für Wissenschaft und Industrie), wo Sie interaktive Exponate und ein echtes U-Boot erwarten. Alternativ finden Sie in Richtung Downtown das weniger als 1 km entfernte Portland Art Museum, wo seit 1892 indianische, moderne und zeitgenössische Kunstwerke präsentiert werden. Nach all der geistigen Nahrung wird Ihnen der Magen knurren – machen Sie sich zum Mittagessen auf zum Alder Food Cart Pod. Auf diesem Platz von der Größe eines Häuserblocks finden Sie mehr als 60 Imbisswagen, die eine bunte kulinarische Auswahl von äthiopischem, indischem und thailändischem Essen bis hin zu ausgefallenen Sandwiches und leckerem Barbecue bieten.

Verbringen Sie den Nachmittag im Washington Park, einem 65 Hektar großen Wunderland voller Attraktionen, mit denen man jeweils einen ganzen Tag verbringen könnte. Am einfachsten nehmen Sie die MAX-Bahn zum Westrand des Parks, wo das World Forestry Center, das Portland Children’s Museum und der Oregon Zoo mit lehrreichen Exponaten und viel Spaß die Herzen der Kinder gewinnen. Die östliche Seite des Parks ist von Downtown Portland aus zu Fuß oder mit dem Bus erreichbar. Hier finden Sie den friedvollen International Rose Test Garden und den umwerfenden Portland Japanese Garden, die beide minutiös gepflegt sind und zu stiller Reflektion einladen. Darüber hinaus können Sie die fantastischen Aussichten auf die Skyline genießen.

Um weitere inspirierende Ausblicke zu erhaschen, kehren Sie zurück nach Downtown, um bei Portland City Grill oder Departure zu Abend zu essen. Dort gewinnen Sie von hoch oben einen Überblick über Ihre zweitägigen Streifzüge durch die Stadt. Als Alternativen bieten sich das Higgins Restaurant oder Clyde Common an, wo leckere regionale Speisen und fachmännisch hergestellte Cocktails der Schwerpunkt sind. Bewahren Sie sich aber noch etwas Appetit für einen Nachtisch bei Voodoo Doughnut auf. Die farbenfrohen, glasierten Leckereien sind rund um die Uhr erhältlich, so dass der Laden in der Altstadt eine prima Endstation für Ihren Stadtausflug oder Abend bildet – egal zu welcher Uhrzeit.

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