Die Geschichte Portlands

Benson BubblersDie ikonischen Benson Bubbler Trinkbrunnen wurden im Jahre 1912 in Portland eingeführt.

Die Geschichte Portland ist umfangreich. Von Einheimischen wird das natürlichen Wunderland schon sehr bald bewohnt und jetzt ist Portland eine Stadt mit einer aufregenden Zukunft.

Manches Werk über die Geschichte Portlands beginnt mit der Erkundung der Region durch Meriwether Lewis und William Clark im Jahr 1805. Dabei werden aber die reichhaltigen Berichte der amerikanischen Ureinwohner übersehen, die den Nordwesten schon lange vor dem Eintreffen der europäischen Siedler bewohnten. Die ursprünglichen Bewohner der Region waren die Chinook, ein Stamm, der seinen Lebensunterhalt mit der Fischerei, der Jagd und dem Handel bestritt. Die Namen vieler Naturdenkmäler in der Nähe von Portland gehen auf die Chinook zurück, zum Beispiel Willamette River und Multnomah Falls.

Als jedoch die Siedler den Oregon Trail verließen und in Portland eine neue Heimat fanden, begannen sie, der Gegend eigene Namen zu geben. Ein Name, der bis heute überdauert hat, ist “Stumptown” – die Stadt der Baumstümpfe. Dieser Spitzname Portlands geht auf die Stümpfe der vielen gefällten Bäume zurück, die die noch junge Stadt umgaben. Die scheinbar endlosen Wälder in allen Himmelsrichtungen ließen eine prosperierende Holzfällerstadt entstehen, deren Expansion die oft uralten Bäume weichen mussten. Pioniere und Abenteurer kamen von der Ostküste in die Stadt, und zwei von diesen – der Händler Francis Pettygrove aus Maine und der Rechtsanwalt Asa Lovejoy aus Massachusetts – entschieden mit einem Münzwurf, ob die Stadt nach der Heimat des einen oder anderen Portland oder Boston genannt werden sollte. Die entscheidende Kupfermünze, der sogenannte “Portland Penny”, wird heute im Oregon Historical Society Museum ausgestellt.

Dank der Lage am Willamette River (und der Nähe zum Columbia River und Pazifischen Ozean) wurde Portland bald seinem Namen gerecht und entwickelte sich zu einem wichtigen Knotenpunkt für die Schifffahrt. Es zog jedoch auch Seeleute an, die in der Innenstadt (dem heute als Old Town Chinatown bekannten Viertel) dem Alkohol und anderen Lastern frönten. Manchmal wurden diese Männer sogar entführt – “geschanghait” – und an Kapitäne verkauft, die Besatzung für die Überfahrt nach Asien benötigten.

Wie vielerorts in den USA, brachte der zweite Weltkrieg weitreichende Veränderungen für Portlands Hafenlandschaft. Mit dem Bau von Wasserkraftwerken wurde Elektrizität breiter verfügbar und die ansässigen Werften unterstützten die Kriegsanstrengungen. Portlands Boom begann mit dem Bau von Frachtschiffen für Großbritannien und setzte sich nach dem Angriff auf Pearl Harbor mit dem Bau von Flugzeugträger-Begleitschiffen für die Vereinigten Staaten fort. Während dieser Zeit strömten viele Menschen in die Region und ließen sich in den schnell wachsenden Vorstadtbezirken nieder. Noch vor Portlands 100. Gründungstag war eine Einwohnerzahl von 360.000 erreicht.

Obwohl die ursprünglichen Planer der Stadt die Innenstadt klug konzipiert hatten (mit einem gitterförmigen Straßennetz und kleinen, leicht durchquerbaren Blöcken), wurde eine neue Infrastruktur notwendig, die das Wachstum der Region unterstützen und gleichzeitig den Erhalt ihrer natürlichen Schönheit gewährleisten würde. Im Jahr 1974 wurde daher die Streckenführung eines wichtigen Highways, der Portland von seinem Ufer getrennt hatte, geändert und auf dem frei gewordenen Gelände der 12 Hektar große Waterfront Park angelegt. In den späten 70ern dann setzte Portland dem Stadtwachstum eine Grenze in Form einer Demarkationslinie, die eine grenzenlose Ausdehnung verhinderte und Anreize zum Aufbau von Grünflächen innerhalb der Stadtgrenzen schuf. Auch wenn Portland die Geschichte nicht umschreiben, die uralten Bäume der Region wiederaufstehen lassen oder die durch das schnelle Wachstum verursachte Verschmutzung ungeschehen machen kann, tragen diese Umweltschutzmaßnahmen doch dazu bei, die Schäden wiedergutzumachen und die Stadt und die Menschen für die Zukunft fit zu machen.

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